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Baunebenkosten 2026: sämtliche Kostenblöcke Schritt für Schritt erklärt

Der beworbene Hauspreis bleibt nie der Endpreis: Notar, Grunderwerbsteuer, Erschließung, Gutachten, Versicherungen und Außenanlagen addieren sich 2026 auf 15 bis 20 Prozent der Baukosten. Dieser Ratgeber schlüsselt jeden Kostenblock auf, listet die Grunderwerbsteuer nach Bundesland und rechnet an einem 400.000-€-Beispiel durch, was tatsächlich auf Sie zukommt.

Stand: 19. Juli 2026
Lesezeit: 13 Min.

Der im Prospekt beworbene Hauspreis eines Fertighaus-Anbieters entspricht nur selten der Summe, die am Ende von Ihrem Konto abgeht. Zwischen dem plakativen „ab-Preis“ und dem tatsächlich bezugsfertigen Haus stehen die Baunebenkosten – und genau dieser Posten sprengt 2026 die meisten Budgets, weil er zu niedrig angesetzt oder komplett übersehen wird. Notar, Grunderwerbsteuer, Erschließung, Gutachten, Versicherungen und Außenanlagen erreichen zusammen rasch 15 bis 20 Prozent der reinen Baukosten. In diesem Ratgeber nehmen wir jeden Kostenblock einzeln auseinander, geben realistische Richtwerte für 2026 an, führen die Grunderwerbsteuer je Bundesland auf und rechnen an einem konkreten Fall durch, was wirklich auf Sie zukommt.

15–20 %
Baunebenkosten
Faustregel auf die Baukosten
3,5–6,5 %
Grunderwerbsteuer
je nach Bundesland
40–90 k €
typische Summe
bei 400.000 € Bauvorhaben

Was sind Baunebenkosten – und weshalb unterschätzt man sie 2026 so häufig?

Kurzantwort: Zu den Baunebenkosten zählen sämtliche Ausgaben rund um den Hausbau, die nicht unmittelbar in das Gebäude selbst gehen: die Nebenkosten des Grundstückskaufs (Notar, Grundbuch, Grunderwerbsteuer, eventuell Makler), die Erschließung, Gutachten und Genehmigungen, Versicherungen für die Bauzeit sowie die Außenanlagen. Als grobe Orientierung dienen 2026 etwa 15 bis 20 Prozent der reinen Baukosten. Bei einem 400.000 Euro teuren Haus entspricht das 60.000 bis 80.000 Euro – ein Betrag, den viele Bauherren in ihrer ersten Rechnung schlicht nicht berücksichtigt haben.

Die häufige Fehlrechnung hat ihre Wurzel in der Werbung: Angeboten wird der Hauspreis (also das Haus ab Oberkante Bodenplatte oder schlüsselfertig ab Werk), nicht das komplette Vorhaben. Wer allein diesen Preis finanziert, erlebt spätestens beim Notartermin eine unangenehme Überraschung. Ratsam ist es deshalb, von Anfang an in Gesamtprojektkosten zu denken – Grundstück plus Haus plus Baunebenkosten plus einen Puffer von rund fünf Prozent für Unerwartetes. Wie Sie das methodisch sauber angehen, erläutert der Ratgeber zum Hausbau-Ablauf, eine erste Größenordnung liefert der Kostenrechner. Je nach Größe fallen die Nebenkosten unterschiedlich ins Gewicht – die typischen Gesamtsummen für ein 100-m²-Fertighaus, ein 120-m²-Fertighaus und ein 150-m²-Fertighaus rechnen wir jeweils separat vor.

Die sechs großen Kostenblöcke auf einen Blick

Kurzantwort: Die Baunebenkosten lassen sich 2026 in sechs Blöcke aufteilen: die Nebenkosten des Grundstückskaufs (Notar, Grundbuch, Grunderwerbsteuer, Makler), die Erschließung (öffentlich und privat), Gutachten und Vermessung, Bau- und Genehmigungskosten (Baugenehmigung, Statik, Energienachweis), Versicherungen für die Bauphase sowie die Außenanlagen (Zufahrt, Terrasse, Garten, Zaun). Jeder Block bringt seine eigene Preisspanne mit – erst ihre Summe zeigt den echten Aufschlag auf den Hauspreis.

Übersicht der Baunebenkosten-Blöcke 2026 (Beispiel: 400.000 € Bauvorhaben)

KostenblockTypische HöheRichtwert in €
Grunderwerbsteuer3,5–6,5 % vom Grundstück6.000–17.000
Notar & Grundbuch1,5–2,0 % vom Kaufpreis3.000–5.000
Maklerprovision (optional)3,57 % inkl. USt.0–9.000
Erschließungje nach Stand8.000–30.000
Gutachten & Vermessungpauschal / nach Aufwand2.000–6.000
Baugenehmigung & Nachweise0,5–1,0 % der Bausumme5.000–15.000
Versicherungen (Bauphase)einmalig / laufend800–2.500
Außenanlagenje nach Ausbau15.000–45.000
HausanschlüsseWasser, Strom, Telekom8.000–15.000

Eine Faustregel gegen unliebsame Überraschungen

Kalkulieren Sie 2026 grundsätzlich mit 15 bis 20 Prozent Baunebenkosten auf Ihre reinen Baukosten – und behandeln Sie diese Summe als festen Bestandteil des Budgets, nicht als Restgröße. Liegt Ihr Grundstück in einem Bundesland mit hoher Grunderwerbsteuer oder ist es noch nicht erschlossen, rechnen Sie eher am oberen Rand.

Grunderwerbsteuer 2026: Der größte Einzelposten – abhängig vom Bundesland

Kurzantwort: Die Grunderwerbsteuer wird beim Grundstückskauf fällig und beträgt 2026 je nach Bundesland zwischen 3,5 und 6,5 Prozent des Kaufpreises. Am niedrigsten liegen Bayern und Sachsen (3,5 %), am höchsten Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, das Saarland, Schleswig-Holstein und Thüringen (6,5 %). Entscheidend: Besteuert wird ausschließlich der Grundstückswert – erwerben Sie Grundstück und Haus in getrennten Verträgen mit verschiedenen Vertragspartnern, bleibt der Hauspreis steuerfrei.

Grunderwerbsteuer je Bundesland 2026 – Rechenbeispiel für ein Grundstück von 200.000 €

BundeslandSteuersatzSteuer auf 200.000 €
Bayern3,5 %7.000 €
Sachsen3,5 %7.000 €
Hamburg5,5 %11.000 €
Baden-Württemberg5,0 %10.000 €
Bremen5,0 %10.000 €
Niedersachsen5,0 %10.000 €
Rheinland-Pfalz5,0 %10.000 €
Sachsen-Anhalt5,0 %10.000 €
Berlin6,0 %12.000 €
Hessen6,0 %12.000 €
Mecklenburg-Vorpommern6,0 %12.000 €
Brandenburg6,5 %13.000 €
Nordrhein-Westfalen6,5 %13.000 €
Saarland6,5 %13.000 €
Schleswig-Holstein6,5 %13.000 €
Thüringen6,5 %13.000 €

Mit getrennten Verträgen Steuer sparen

Erwerben Sie das Grundstück von Person A und vergeben den Hausbau in einem separaten Vertrag an Firma B, bemisst sich die Grunderwerbsteuer allein am Grundstück. Vorsicht jedoch: Bilden Grundstückskauf und Bauvertrag ein „einheitliches Vertragswerk“ (etwa beim Erwerb vom Bauträger samt Haus), zieht das Finanzamt die Gesamtsumme heran. Lassen Sie diese Konstellation vor der Unterschrift im Bauvertrag prüfen.

Notar, Grundbuch und Makler: was die Kaufabwicklung kostet

Kurzantwort: Für die notarielle Beurkundung des Grundstückskaufs samt Grundbucheintragung zahlen Sie 2026 in der Summe etwa 1,5 bis 2,0 Prozent des Kaufpreises. Der Notar (rund 1,0–1,5 %) beurkundet den Kaufvertrag, veranlasst die Auflassungsvormerkung und die Eigentumsumschreibung; das Grundbuchamt (rund 0,5 %) trägt Eigentum und Grundschuld ein. Schalten Sie einen Makler ein, kommen bis zu 3,57 Prozent inklusive Umsatzsteuer dazu – seit 2020 wird die Provision zwischen Käufer und Verkäufer meist hälftig aufgeteilt.

Die Notargebühren sind bundesweit einheitlich über das Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG) festgelegt – hier gibt es also keinen Verhandlungsspielraum. Kalkulieren Sie neben der reinen Kaufbeurkundung auch die Kosten für die Bestellung der Grundschuld ein, die Ihre Bank als Sicherheit für das Baudarlehen fordert. Diese Grundschuldbestellung kostet noch einmal rund 0,2 bis 0,3 Prozent der Darlehenssumme und wird oft übersehen. Ein Rechenbeispiel: Bei 200.000 Euro Grundstückspreis und 320.000 Euro Darlehen fallen etwa 3.000 Euro an Notar- und Grundbuchgebühren plus rund 800 Euro für die Grundschuld an. Wie sich diese Beträge im Einzelnen zusammensetzen, zeigt der Ratgeber zu Notarkosten und Grundbuch.

Kaufnebenkosten der Abwicklung 2026 (bei 200.000 € Grundstück)

PositionSatzBetrag
Notar (Beurkundung)≈ 1,0–1,5 %2.000–3.000 €
Grundbucheintrag Eigentum≈ 0,5 %1.000 €
Grundschuldbestellung≈ 0,2–0,3 % Darlehen700–1.000 €
Maklerprovision (falls anfällt)≈ 3,57 % inkl. USt.0–7.140 €

Erschließung und Hausanschlüsse: der oft unterschätzte Block

Kurzantwort: Ist ein Grundstück noch nicht vollständig erschlossen, entstehen 2026 beträchtliche Zusatzkosten: Die öffentliche Erschließung (Anbindung an Straße, Kanal, Wasser-, Strom- und Datennetz) schlägt je nach Gemeinde und Lage mit 8.000 bis 20.000 Euro zu Buche, die Hausanschlüsse selbst (die Leitungen vom Netz bis ins Haus) mit weiteren 8.000 bis 15.000 Euro. Ein voll erschlossenes Grundstück erspart diesen Block – lassen Sie sich den Erschließungsstand deshalb vor dem Kauf schriftlich von der Gemeinde bestätigen.

Man trennt die öffentliche von der privaten Erschließung: Die öffentliche Erschließung übernimmt die Gemeinde (Straße, Gehweg, öffentliche Kanäle, Straßenbeleuchtung) und legt die Kosten über Erschließungsbeiträge nach §§ 127 ff. BauGB auf die Grundstückseigentümer um – bis zu 90 Prozent der beitragsfähigen Kosten. Die private Erschließung betrifft die Anschlüsse ab der Grundstücksgrenze bis ins Gebäude und wird direkt an die Versorger gezahlt. Wie Sie die einzelnen Positionen im Detail kalkulieren und die Reihenfolge der Anträge einhalten, lesen Sie im Ratgeber Grundstück erschließen. Welche Preise die einzelnen Hausanschlüsse für Wasser, Strom und Gas verursachen, haben wir separat aufgeschlüsselt.

  • Erschließungsstand vor dem Kauf schriftlich bei der Gemeinde erfragen (voll / teilweise / nicht erschlossen).
  • Bei „nicht erschlossen“ die voraussichtlichen Erschließungsbeiträge nach BauGB abfragen — sie können fünfstellig ausfallen.
  • Hausanschlüsse für Wasser, Abwasser, Strom, Gas/Fernwärme und Glasfaser einzeln kalkulieren.
  • Prüfen, ob bereits Beiträge des Voreigentümers gezahlt wurden — sonst zahlen Sie doppelt.
  • Anschlusskosten früh beantragen, da Versorger 2026 teils lange Vorlaufzeiten haben.

Gesamtkosten samt Baunebenkosten transparent durchrechnen

Mehrere Anbieter aus unserem Netzwerk erstellen Ihnen ein Angebot, das nicht nur den Hauspreis, sondern auch die realistischen Baunebenkosten für Ihr Grundstück und Ihr Bundesland ausweist. So kennen Sie Ihre tatsächliche Gesamtsumme, bevor Sie unterschreiben.

Kosten für Gutachten, Vermessung und Genehmigung

Kurzantwort: Vor und während des Baus entstehen 2026 Kosten für Gutachten und Genehmigungen: das Bodengutachten (Baugrunduntersuchung) für 800 bis 2.500 Euro, die Vermessung (Grenz- und Gebäudeeinmessung) für 1.500 bis 3.500 Euro, die Baugenehmigung mit rund 0,5 bis 1,0 Prozent der Bausumme sowie Statik und Energienachweis. Das Bodengutachten ist zwar keine Pflicht, aber nachdrücklich zu empfehlen – es legt die Gründung fest (Bodenplatte oder Keller) und deckt teure Überraschungen wie Fels, Grundwasser oder Altlasten schon vor Baubeginn auf.

Gutachten & Genehmigungen 2026

PositionZweckRichtwert
BodengutachtenGründung, Grundwasser, Tragfähigkeit800–2.500 €
VermessungGrenz- & Gebäudeeinmessung1.500–3.500 €
Baugenehmigungbehördliche Freigabe0,5–1,0 % Bausumme
Statik / StandsicherheitTragwerksnachweis2.000–5.000 €
Energienachweis (GEG)Wärmeschutz500–1.500 €
Prüfstatiker (falls verlangt)behördliche Prüfung1.000–3.000 €

Ein verbreiteter Irrtum: Viele Bauherren nehmen an, der Fertighaus-Anbieter liefere Statik und Energienachweis „inklusive“. Das trifft oft zu – Vermessung, Bodengutachten und die Behördengebühr für die Baugenehmigung stecken jedoch fast nie im Hauspreis. Wie viel die Genehmigung konkret kostet und wie lange sie dauert, erläutert der Ratgeber zur Baugenehmigung. Nehmen Sie die Leistungsbeschreibung Ihres Angebots genau unter die Lupe, um doppelte oder fehlende Positionen aufzuspüren. Wie Sie eine Fertighaus-Preisliste richtig lesen und versteckte Zusatzposten erkennen, erklären wir im eigenen Ratgeber.

Welche Versicherungen die Bauphase absichern

Kurzantwort: Für die Bauzeit benötigen Sie 2026 mehrere Versicherungen: die Bauherren-Haftpflicht (schützt vor Schäden Dritter auf der Baustelle, rund 80–200 € einmalig), die Bauleistungsversicherung (deckt Sturm, Vandalismus, Diebstahl fest verbauter Teile, 200–800 €) und die Feuerrohbauversicherung (häufig beitragsfrei in der späteren Wohngebäudeversicherung enthalten). In der Summe kosten diese Policen meist 800 bis 2.500 Euro – ein kleiner Posten mit großer Schutzwirkung.

  • Bauherren-Haftpflicht: Pflicht für jeden Bauherren, deckt Personen- und Sachschäden Dritter auf der Baustelle.
  • Bauleistungsversicherung: schützt vor unvorhersehbaren Schäden am Bau (Unwetter, Vandalismus, Diebstahl).
  • Feuerrohbauversicherung: sichert den Rohbau gegen Brand — häufig kostenlos über die spätere Wohngebäudeversicherung.
  • Wohngebäudeversicherung: rechtzeitig zum Bezug abschließen, oft von der Bank verlangt.
  • Bauhelfer über die Berufsgenossenschaft (BG BAU) anmelden, wenn Freunde oder Familie mithelfen.

Bauhelfer auf jeden Fall anmelden

Wenn bei der Eigenleistung Freunde oder Verwandte auf der Baustelle mithelfen, müssen Sie diese Bauhelfer bei der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) anmelden – und das noch vor Arbeitsbeginn. Ereignet sich ohne Anmeldung ein Unfall, drohen spürbare Bußgelder und Sie haften persönlich. Mehr zu Chancen und Risiken der Eigenleistung finden Sie im Ratgeber Eigenleistung beim Hausbau.

Außenanlagen: der Posten, der am Ende überrascht

Kurzantwort: Die Außenanlagen gehören 2026 zu den größten und am häufigsten zu niedrig eingeschätzten Baunebenkosten: Zufahrt und Stellplatz, Terrasse, Gartenanlage, Zaun, Gartenhaus und Regenwasserversickerung erreichen in der Summe schnell 15.000 bis 45.000 Euro. Da dieser Block ganz am Ende des Projekts steht, ist das Budget oft bereits aufgebraucht – viele Bauherren verteilen die Außenanlagen deshalb über mehrere Jahre und erledigen einen Teil selbst.

Typische Einzelkosten der Außenanlagen 2026

MaßnahmeUmfangRichtwert
Zufahrt & Stellplatz gepflastert40–60 m²4.000–9.000 €
Terrasse20–30 m²3.000–8.000 €
Gartengestaltung (Rasen, Beete)Grundausstattung3.000–10.000 €
Zaun & Torje nach Länge/Material3.000–9.000 €
Carport oder Garageeinzeln5.000–25.000 €
Regenwasserversickerung/Zisterneje nach Vorgabe2.000–6.000 €

Ein Beispiel gerechnet: Baunebenkosten bei 400.000 € Bausumme

Kurzantwort: Für ein typisches Vorhaben 2026 – Grundstück 200.000 €, Haus 400.000 €, Bundesland mit 5 % Grunderwerbsteuer – ergeben sich Baunebenkosten von rund 85.000 Euro. Das sind gut 21 Prozent der Baukosten. Damit liegt die tatsächliche Gesamtinvestition eben nicht bei den beworbenen 400.000 €, sondern bei rund 685.000 € (Grundstück + Haus + Baunebenkosten). Genau diese Summe gehört in die Finanzierung – nicht der reine Hauspreis.

0 k €
reine Baukosten (Haus)
+ 0 k €
Baunebenkosten gesamt
= 0 k €
Gesamtinvestition inkl. Grundstück

Beispielkalkulation der Baunebenkosten 2026 (Grundstück 200.000 €, Haus 400.000 €)

PositionAnsatzBetrag
Grunderwerbsteuer5 % auf 200.000 €10.000 €
Notar & Grundbuch1,8 % auf 200.000 €3.600 €
Grundschuldbestellung0,25 % auf Darlehen1.000 €
Erschließung (teilweise)pauschal12.000 €
HausanschlüsseWasser, Strom, Glasfaser11.000 €
Bodengutachten & Vermessungpauschal4.000 €
Baugenehmigung & Nachweise≈ 0,8 % der Bausumme6.400 €
Versicherungen (Bauphase)einmalig1.500 €
Außenanlagenmittlerer Ausbau25.000 €
Puffer (Unvorhergesehenes)≈ 2,5 % der Baukosten10.500 €
Summe Baunebenkosten≈ 21 % der Baukosten≈ 85.000 €

Die Spannbreite ist groß: Ein voll erschlossenes Grundstück in Bayern (3,5 % Grunderwerbsteuer) ohne Makler und mit sparsamen Außenanlagen kann die Baunebenkosten unter 15 Prozent halten. Ein unerschlossenes Grundstück in Nordrhein-Westfalen (6,5 %) mit Makler und aufwendigem Garten schiebt sie mühelos über 20 Prozent. Genau darum lohnt es sich, frühzeitig das eigene Bundesland, den Erschließungsstand und die geplanten Außenanlagen einzuschätzen. Welche Förderungen einen Teil der Gesamtkosten wieder ausgleichen, zeigt die Förderübersicht. Vollständig durchgerechnete Vorhaben inklusive Grundstück und Nebenkosten finden Sie in unseren Hausbau-Kostenbeispielen.

So drücken Sie die Baunebenkosten 2026

Kurzantwort: Einsparen lässt sich vor allem bei der Grunderwerbsteuer (getrennte Verträge für Grundstück und Haus, bewegliche Ausstattung im Bauvertrag separat ausweisen), bei der Maklerprovision (privat kaufen), bei der Erschließung (ein voll erschlossenes Grundstück wählen) und bei den Außenanlagen (Eigenleistung, zeitliche Streckung). Nicht sparen sollten Sie hingegen an Bodengutachten und Versicherungen – hier steht ein kleiner Betrag einem großen Risiko gegenüber.

  • Grundstück und Haus in getrennten Verträgen erwerben — spart Grunderwerbsteuer auf den Hauspreis.
  • Bewegliche Ausstattung (Küche, Möbel) im Bauvertrag gesondert ausweisen — dafür fällt keine Grunderwerbsteuer an.
  • Nach Möglichkeit provisionsfrei kaufen (direkt vom Eigentümer oder von der Gemeinde).
  • Voll erschlossenes Grundstück bevorzugen und den Erschließungsstand schriftlich bestätigen lassen.
  • Außenanlagen in Eigenleistung und über mehrere Jahre gestreckt umsetzen.
  • Nicht sparen an Bodengutachten, Statikprüfung und Bauversicherungen — hier drohen sonst existenzielle Risiken.

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Wichtige Fragen kurz erklärt

Die häufigsten Preisfragen rund um Baunebenkosten 2026 – kompakt beantwortet von der Redaktion von fertighaus-finder.de (Stand 2026).

Wie hoch sind die Baunebenkosten beim Hausbau 2026?
Wer nur den beworbenen Hauspreis finanziert, steht spätestens beim Notartermin vor einer Lücke. Als Faustregel gelten 2026 rund 15 bis 20 Prozent der reinen Baukosten – bei einem Haus für 400.000 Euro sind das 60.000 bis 80.000 Euro. Zu den Baunebenkosten zählen die Grundstückskauf-Nebenkosten (Notar, Grundbuch, Grunderwerbsteuer, ggf. Makler), die Erschließung und Hausanschlüsse, Gutachten und Vermessung, die Baugenehmigung samt Nachweisen, die Bauversicherungen sowie die Außenanlagen.
Wie viel Grunderwerbsteuer fällt 2026 an?
Kaufen Sie Grundstück und Haus in getrennten Verträgen mit unterschiedlichen Vertragspartnern, fällt keine Grunderwerbsteuer auf den Hauspreis an. Die Grunderwerbsteuer liegt 2026 je nach Bundesland zwischen 3,5 und 6,5 Prozent des Grundstückskaufpreises: Am günstigsten sind Bayern und Sachsen mit 3,5 Prozent, am teuersten Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, das Saarland, Schleswig-Holstein und Thüringen mit jeweils 6,5 Prozent; besteuert wird nur der Grundstückswert.
Was kosten Notar und Grundbuch beim Hauskauf?
Die Notargebühren sind bundesweit einheitlich im GNotKG geregelt und daher nicht verhandelbar. Für die notarielle Beurkundung des Kaufvertrags und die Grundbucheintragung zahlen Sie 2026 zusammen rund 1,5 bis 2,0 Prozent des Kaufpreises (Notar etwa 1,0 bis 1,5 Prozent, Grundbuchamt rund 0,5 Prozent); hinzu kommt die Grundschuldbestellung mit etwa 0,2 bis 0,3 Prozent der Darlehenssumme, die Ihre Bank als Sicherheit verlangt.
Wie lassen sich Baunebenkosten senken?
Nicht sparen sollten Sie an Bodengutachten, Statikprüfung und Bauversicherungen, weil hier kleine Beträge einem großen Risiko gegenüberstehen. Sparen lässt sich 2026 vor allem an der Grunderwerbsteuer durch getrennte Verträge für Grundstück und Haus sowie durch gesonderten Ausweis beweglicher Ausstattung im Bauvertrag; weitere Hebel sind der provisionsfreie Kauf ohne Makler, die Wahl eines voll erschlossenen Grundstücks und die Eigenleistung bei den Außenanlagen.
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