Was sind Hausbau-Nebenkosten?+
Hausbau-Nebenkosten sind alle Ausgaben, die neben dem reinen Preis für Grundstück und Haus anfallen. Dazu zählen vor allem die Grunderwerbsteuer, die Notar- und Grundbuchkosten sowie eine mögliche Maklerprovision. Zusammen machen diese Kaufnebenkosten je nach Bundesland und Konstellation rund 9 bis 15 Prozent des Kaufpreises aus. Wer die Nebenkosten von Anfang an in die Finanzierung einplant, vermeidet spätere Finanzierungslücken. Alle Angaben sind eine vereinfachte Modellrechnung, Stand 2026.
Wie hoch sind die Nebenkosten bei 400.000 Euro Bausumme?+
Bei einer Bausumme von 400.000 Euro liegen die reinen Kaufnebenkosten aus Grunderwerbsteuer sowie Notar und Grundbuch je nach Bundesland überschlägig zwischen 20.000 € und 34.000 €. Kommt eine Maklerprovision hinzu, erhöht sich die Summe um bis zu 14.280 €. Die Beträge ergeben sich als Prozentsatz mal 400.000 Euro und sind eine vereinfachte Modellrechnung, Stand 2026.
Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer?+
Die Grunderwerbsteuer liegt 2026 je nach Bundesland zwischen 3,5 und 6,5 Prozent des Kaufpreises. Bayern erhebt mit 3,5 Prozent den niedrigsten Satz, mehrere Länder wie Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein mit 6,5 Prozent den höchsten. Bei 400.000 Euro entspricht das rund 14.000 € bis 26.000 €. Die Steuer fällt auf den Grundstückskaufpreis an und ist Voraussetzung für die Eintragung ins Grundbuch. Die Sätze können von den Ländern angepasst werden.
Was kosten Notar und Grundbuch beim Hauskauf?+
Notar- und Grundbuchkosten liegen zusammen bei rund 1,5 bis 2 Prozent des Kaufpreises. Der Notar beurkundet den Kaufvertrag und wickelt die Eigentumsübertragung ab, das Grundbuchamt trägt den neuen Eigentümer und gegebenenfalls die Grundschuld ein. Bei 400.000 Euro entspricht das etwa 6.000 € bis 8.000 €. Die Gebühren sind gesetzlich geregelt und lassen sich nicht frei verhandeln. Es handelt sich um Richtwerte, Stand 2026.
Fällt beim Hauskauf immer eine Maklerprovision an?+
Nein, eine Maklerprovision fällt nur an, wenn ein Makler am Kauf beteiligt ist. Beim Kauf direkt vom Bauträger oder privat entfällt sie häufig. Ist ein Makler beteiligt, trägt der Käufer seit der bundesweiten Teilungspflicht üblicherweise rund 3,57 Prozent inklusive Umsatzsteuer. Bei 400.000 Euro sind das bis zu etwa 14.280 €. Weil die Provision optional ist, wird sie in der Beispielrechnung gesondert ausgewiesen. Stand 2026.
Warum sollten Nebenkosten in die Finanzierung einfließen?+
Nebenkosten sollten in die Finanzierung einfließen, weil Banken sie in der Regel nicht mitfinanzieren und Käufer sie aus dem Eigenkapital tragen müssen. Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch und eine mögliche Maklerprovision summieren sich schnell auf einen fünfstelligen Betrag. Wer diese Posten nicht einplant, riskiert eine Finanzierungslücke kurz vor dem Notartermin. Sinnvoll ist daher, die Nebenkosten von Anfang an neben Grundstück und Baukosten in die Gesamtkalkulation aufzunehmen.
Gehören Erschließungskosten zu den Nebenkosten?+
Erschließungskosten zählen zu den Baunebenkosten, sind aber nicht Teil der reinen Kaufnebenkosten aus Grunderwerbsteuer, Notar und Makler. Sie fallen an, wenn ein Grundstück an Straße, Wasser, Abwasser, Strom und Telekommunikation angeschlossen wird. Bei unerschlossenem Rohbauland sind hierfür oft 15.000 bis 30.000 Euro einzuplanen. Ob und in welcher Höhe Erschließungskosten anfallen, hängt vom Grundstück und der jeweiligen Kommune ab und sollte vor dem Kauf geklärt werden.
Wie kann ich die Grunderwerbsteuer senken?+
Die Grunderwerbsteuer lässt sich senken, indem Grundstück und Haus rechtlich getrennt gekauft werden, sodass die Steuer nur auf den Bodenpreis anfällt und nicht auf die Baukosten. Voraussetzung ist, dass Grundstückskauf und Bauvertrag nicht als einheitliches Vertragswerk gewertet werden. Da die Abgrenzung im Einzelfall komplex ist, sollte diese Gestaltung mit fachkundiger Beratung geprüft werden. Der Steuersatz selbst hängt vom Bundesland ab und liegt zwischen 3,5 und 6,5 Prozent.
Wie unterscheiden sich Kaufnebenkosten und Baunebenkosten?+
Kaufnebenkosten und Baunebenkosten bezeichnen unterschiedliche Kostengruppen. Kaufnebenkosten fallen beim Erwerb an und umfassen Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch und eine mögliche Maklerprovision, zusammen rund 9 bis 15 Prozent des Kaufpreises. Baunebenkosten entstehen rund um das Bauen selbst, etwa für Erschließung, Vermessung, Bodengutachten, Baugenehmigung, Hausanschlüsse und Außenanlagen. Beide Gruppen sollten in der Gesamtkalkulation getrennt erfasst werden, damit die Finanzierung vollständig und belastbar ist.
Wo kann ich meine Nebenkosten genau berechnen?+
Die Kaufnebenkosten lassen sich mit dem Nebenkosten-Rechner genau berechnen, der die Grunderwerbsteuer je Bundesland sowie Notar-, Grundbuch- und optionale Maklerkosten berücksichtigt. Der Rechner summiert diese Positionen und zeigt die Gesamtsumme aus Kaufpreis und Nebenkosten. So sehen Sie auf Ihr Bundesland und Ihren Kaufpreis bezogen, mit welchem Eigenkapitalbedarf Sie planen sollten. Alle Ergebnisse sind eine vereinfachte Modellrechnung, Stand 2026, und ersetzen keine individuelle Beratung.