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Was kostet ein Fertighaus in Bayern? Preisüberblick 2026

Bayern verfügt über den drittgrößten Fertighaus-Markt der Republik und über besonders viele Holzbau-Betriebe. Geografisch reicht die Bandbreite vom Alpenrand mit hohen Schnee- und Erdbebenlasten bis zur hochwassergefährdeten Donauniederung. Die Genehmigungspraxis gilt als streng, die Förderkonditionen sind dafür großzügig.

Hauspreise in Bayern – regionale Kosten gegenübergestellt

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Welcher Fertighaus-Typ passt zu Ihren Vorstellungen?

Bungalow

60–100 m²

ab 133.000 €

Holzhaus

80–120 m²

ab 158.000 €

Einfamilienhaus

100–140 m²

ab 228.000 €

* Einstiegspreis ab: kleinste Größe der jeweiligen Klasse, gerechnet als Ausbauhaus ohne Grundstück, Baunebenkosten und Außenanlagen. Der schlüsselfertige Komplettpreis fällt höher aus – sämtliche Details finden Sie auf fertighaus-finder.de.

Hersteller in der Region aktiv48
Ø Preis pro Quadratmeter (2026)2.950 €/m²
Landesförderung vor OrtBayernLabo (Bayerische Landesbodenkreditanstalt)
Kurzantwort

Mit welchen Fertighaus-Kosten müssen Sie 2026 in Bayern rechnen?

In Bayern liegt ein schlüsselfertiges Fertighaus 2026 im Mittel bei 2.950 Euro je Quadratmeter Wohnfläche – der Freistaat rangiert damit über dem Bundesdurchschnitt. Die Grundstückspreise spannen sich von 180 €/m² in Oberfranken bis über 2.500 €/m² in München. Rechtsgrundlage ist die Bayerische Bauordnung (BayBO); Fördermittel gibt es von der KfW und der BayernLabo (Bayerische Landesbodenkreditanstalt).

Quelle: Preisanalyse von fertighaus-finder.de 04/2026, regionale Daten von 40 redaktionell geprüften Herstellern.

Was ein Fertighaus je Teilregion in Bayern kostet (2026)

Richtwerte für ein schlüsselfertiges Einfamilienhaus mit 140 m² Wohnfläche – Hauspreis, Grundstückspreis und Gesamtkosten je Teilregion:

RegionHauspreis (140 m²)GrundstückGesamt*
München Stadt420.000 – 490.000 €2.000 – 2.500 €/m²ab 750.000 €
München-Umland400.000 – 460.000 €1.200 – 1.800 €/m²ab 600.000 €
Nürnberg / Fürth390.000 – 440.000 €650 – 950 €/m²ab 480.000 €
Augsburg385.000 – 435.000 €550 – 800 €/m²ab 460.000 €
Regensburg390.000 – 440.000 €600 – 900 €/m²ab 470.000 €
Allgäu / Oberbayern (Land)395.000 – 460.000 €400 – 700 €/m²ab 470.000 €
Ober- & Unterfranken380.000 – 420.000 €180 – 350 €/m²ab 420.000 €

* Gesamtkosten einschließlich Grundstück (140 m² Wohnfläche plus ca. 600 m² Grundstück), noch ohne Baunebenkosten und Grunderwerbsteuer (in Bayern 3,5 %). Richtwerte für 2026, keine verbindlichen Angebote.

So verbreitet sind Fertighäuser in Bayern

Mit einem Anteil von rund 26,4 % an allen Wohnneubauten gehört Bayern zu den Bundesländern mit besonders vielen Fertighäusern. Vor allem im Allgäu und in Schwaben bestimmt die Holzbau-Tradition das Geschehen – zahlreiche Premium-Hersteller wie Baufritz, Regnauer und Sonnleitner sind hier beheimatet.

Wo in Bayern besonders viele Fertighäuser entstehen

Marktzahlen und Grundstückspreise für die wichtigsten Städte und Teilregionen – Stand 2026:

Stadt / RegionEinwohnerGrundstückspreisNotiz
München1.510.0002.000–2.500 €/m²Deutschlands teuerster Markt; Bauflächen für freistehende Häuser sind rar.
Nürnberg525.000650–950 €/m²Verlässlicher Markt mit vielen Neubaugebieten im Umland (Fürth, Erlangen).
Augsburg298.000550–800 €/m²Aufstrebender Markt mit guter Anbindung an München.
Regensburg157.000600–900 €/m²Kräftige Nachfrage, getragen von BMW-Werk und Universität.
Würzburg127.000400–650 €/m²In Mainfranken gelegen und interessant für Holzbau-Fertighäuser.

Bauvorschriften in Bayern: Das gilt für Fertighäuser

Bayerische Bauordnung (BayBO)

Rechtsgrundlage: BayBO i. d. F. vom 14.08.2007, zuletzt geändert 2024

Im Vergleich zu anderen Landesbauordnungen setzt die BayBO unter anderem bei Abstandsflächen und Stellplätzen strengere Maßstäbe. Wohngebäude bis Gebäudeklasse 2 dürfen im Genehmigungsfreistellungsverfahren gebaut werden, sofern ein qualifizierter Bebauungsplan besteht.

Diese Punkte sollten Bauherren im Blick behalten

  • Abstandsflächen: 0,4 H, mindestens 3 m – seit 2021 reduziert (vorher 1,0 H)
  • PV-Pflicht: Gilt seit 2025 für Neubauten in Gewerbe- und ab 2026 schrittweise auch für Wohngebäude
  • Stellplatzpflicht: 1–2 Stellplätze je Wohneinheit (kommunale Satzung)
  • Sonderprüfung im Alpenraum: Schneelast nach DIN EN 1991-1-3 zwingend nachzuweisen

Förderung für Fertighäuser: KfW & BayernLabo

Auch 2026 steht das Bayerische Familienbaugeld wieder bereit (Antragsfenster meist im Frühjahr und Herbst). Zusammen mit KfW 297 kommen Bauherren mit zwei Kindern auf Förderquoten von bis zu 28 Prozent.

Bayerisches Zinsverbilligungsprogramm
Vergünstigter Zinssatz für selbstgenutztes Wohneigentum, bis 100.000 €
Bayerisches Familienbaugeld
Einmalzuschuss bis 18.000 € für Familien mit Kindern
BayernLabo Wohnraumförderung
Einkommensabhängig, mit Tilgungszuschüssen bis 30.000 €
KfW 297/298 Klimafreundlicher Neubau
Bundesweit, bis 150.000 € je Wohneinheit

Förderinstitut: BayernLabo (Bayerische Landesbodenkreditanstalt)

Was Bauland in Bayern 2026 kostet

180 € – 2.500 € pro m² Bauland

Ab 180–280 €/m² sind Grundstücke in Oberfranken und Niederbayern zu haben. In Mittelfranken und Schwaben liegen die Preise bei 350–550 €/m². Der Münchner Speckgürtel und das Umland starten bei 1.200 €/m², die Stadt München selbst bei üblicherweise 2.000–2.500 €/m². Augsburg, Regensburg und Nürnberg bewegen sich zwischen 600 und 950 €/m².

Belastung durch Schnee und Wind

Schneelastzone
Zone 2 bis 3, im Alpenraum und Bayerischer Wald Zone 4 bis 5
Windzone
Zone 1 (Großteil), Föhn-Sonderlasten in Alpennähe

Im Alpenraum – etwa im Berchtesgadener Land, in Garmisch-Partenkirchen oder im Oberallgäu – gehören Schneelasten von über 4 kN/m² zum Alltag. Hersteller müssen Sparrenquerschnitte und Dachaufbauten entsprechend auslegen; der Standardkatalog genügt dafür häufig nicht.

Hochwasser und Erdbeben in Bayern

Entlang der Niederungen von Donau, Inn und Isar sowie an Main und Regnitz gelten verschärfte Hochwasserschutzvorgaben (HQ100). Im Alpenvorland treten zudem örtliche Erdbebenzonen (Z1) auf. Bei Grundstücken in Niederbayern und am Alpenrand ist ein Baugrundgutachten dringend anzuraten.

Musterhäuser zum Besichtigen rund um Bayern

FertighausWelt Günzburg

Günzburg (an A8)

Süddeutschlands größter Park mit mehr als 30 Musterhäusern – bestens für den Vergleich vor Ort geeignet.

Mustergarten Poing

Poing bei München

Gehobener Park mit Fokus auf Architektenhäuser und KfW-40-Standards.

Diese Hersteller bauen in Bayern – mit Preisen

Hersteller mit Werk oder Niederlassung in Bayern:

Nachweislich aktiv in Bayern:

  • Baufritz (Erkheim/Allgäu)
  • Hanse Haus (Bayern-Vertretung)
  • Sonnleitner (Ortenburg)
  • Regnauer Hausbau (Seebruck am Chiemsee)
Logo allkauf haus

allkauf haus

Aktiv in Bayern Fertighaus
Logo Baudirekt Architektenhäuser

Baudirekt Architektenhäuser

Aktiv in Bayern Massivhaus
Logo Bien-Zenker

Bien-Zenker

Aktiv in Bayern Fertighaus
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Lohnt sich ein Keller beim Fertighaus in Bayern?

Weil Grundstücke teuer sind, entsteht in Bayern – vor allem in München, Nürnberg und Augsburg – ein sehr großer Teil der Fertighäuser mit Keller (etwa 65 %). Ein Standardkeller schlägt mit 35.000–60.000 € zu Buche. In Hochwasserlagen an Donau, Inn und Isar ist eine Weiße Wanne mit zusätzlicher Auftriebssicherung vorgeschrieben.

Fertighaus in Bayern: Antworten auf häufige Fragen

Welche Bauordnung gilt für mein Fertighaus in Bayern?

Es gilt die Bayerische Bauordnung (BayBO) in der Fassung vom 14.08.2007, zuletzt 2024 geändert. Im Genehmigungsfreistellungsverfahren genügen für Wohnhäuser häufig die Bauvorlage und der Nachweis des Bebauungsplans – so lassen sich 6–10 Wochen Bearbeitungszeit sparen.

Welche Förderung gibt es 2026 in Bayern?

Zur Verfügung stehen das Bayerische Familienbaugeld (einmalig bis 18.000 €), die BayernLabo Wohnraumförderung (Tilgungszuschuss bis 30.000 €) und KfW 297/298 (Kredit bis 150.000 €). Kombiniert sind Förderquoten von bis zu 28 Prozent erreichbar.

Was kostet ein Fertighaus in Bayern 2026?

Schlüsselfertig sind es im Mittel 2.950 €/m² – im Allgäu und in Oberbayern eher 3.100 €/m², in Ober- und Unterfranken eher 2.700 €/m². Für ein 140-m²-Einfamilienhaus ergibt sich damit ein reiner Hauspreis von 378.000 bis 434.000 €.

Was ist beim Bau im Alpenraum zu beachten?

Zu rechnen ist mit erhöhter Schneelast (Zone 4–5), einer strengeren Statik für Dachstuhl und Sparren, oft Föhn-Windlasten sowie örtlichen Vorgaben zur Dachform (in vielen Gemeinden ist ein Satteldach Pflicht). Die Standardkataloge der Hersteller sind deshalb lokal anzupassen.

Lohnt sich ein Keller bei einem Fertighaus in Bayern?

In städtischen Lagen fast immer, weil Wohnfläche zu günstigeren m²-Preisen entsteht. Im ländlichen Raum mit großen Grundstücken ist er dagegen oft entbehrlich – eine Bodenplatte spart 30.000–45.000 €.

Welche Fertighausanbieter haben ihr Werk in Bayern?

In Bayern produzieren Baufritz (Erkheim/Allgäu), Regnauer Hausbau (Seebruck am Chiemsee) und Sonnleitner (Ortenburg). Überregionale Marken wie Hanse Haus, Bien-Zenker und WeberHaus sind über Vertretungen und Musterhausparks – etwa die FertighausWelt Günzburg – ebenfalls im ganzen Freistaat vertreten.

Wie viel kostet ein Grundstück in München im Vergleich zu Niederbayern?

In München bewegt sich Bauland 2026 bei 2.000–2.500 €/m², im Umland bei 1.200–1.800 €/m². In Niederbayern und Oberfranken beginnen die Preise dagegen schon bei 180–350 €/m² – ein 600-m²-Grundstück kostet dort etwa 110.000–210.000 € statt über 1,2 Mio. € in der Landeshauptstadt.

Ist ein Fertighaus in Bayern wirtschaftlicher als ein Massivhaus?

Meistens ja: Die kurze Bauzeit von 3–5 Monaten senkt Zwischenfinanzierung und doppelte Miete, der Festpreis schützt vor Kostensteigerungen. Gerade im teuren bayerischen Markt mit knappen Handwerkerkapazitäten wiegt die Termin- und Kostensicherheit eines Fertighauses besonders schwer.

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