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Energieeffizienz & Förderstufen 2026

Effizienzhaus 40, 55 und 70: die Stufen verständlich erklärt

Das Effizienzhaus bezeichnet keine Bauweise, sondern einen Energiestandard. Die Zahl gibt an, wie sparsam Ihr Haus im Vergleich zu einem Referenzgebäude ist. Wir erläutern die Stufen 40, 55, 70 und 85, die Vorgaben zu Primärenergiebedarf und Wärmeverlust sowie die Mehrkosten und Förderchancen 2026.

Effizienzhaus – was bedeutet das eigentlich?

Der Begriff „Effizienzhaus“ ist ein von der KfW geprägter Energiestandard und bezeichnet nicht die Bauweise, sondern die energetische Qualität eines Gebäudes. Die Zahl hinter dem Effizienzhaus – 40, 55, 70 oder 85 – gibt an, wie viel Energie das Haus im Vergleich zu einem gesetzlich definierten Referenzgebäude benötigt. Ein Effizienzhaus 55 verbraucht demnach nur 55 Prozent der Energie dieses Referenzhauses. Entscheidend: Je kleiner die Zahl, desto energieeffizienter und sparsamer arbeitet das Gebäude.

Maßgeblich sind hierbei zwei Kennwerte. Der Jahres-Primärenergiebedarf erfasst die gesamte Energie, die für Heizung, Warmwasser, Lüftung und Kühlung erforderlich ist – inklusive der Verluste bei Gewinnung und Transport der Energieträger. Der Transmissionswärmeverlust gibt an, wie viel Wärme über die Gebäudehülle aus Wänden, Dach, Fenstern und Bodenplatte nach außen entweicht. Beide Werte beziehen sich auf das Referenzgebäude und legen gemeinsam die Effizienzhaus-Stufe fest.

Das Effizienzhaus als Standard sollten Sie klar von einem konkreten Haustyp trennen. Wenn Sie sich für ein förderfähiges Haus nach dieser Systematik als fertiges Modell interessieren, finden Sie die Details in unserem Ratgeber zum KfW-40-Haus als Haustyp. Diese Seite erläutert dagegen die dahinterstehende Stufen-Systematik.

Die Effizienzhaus-Stufen gegenübergestellt

StufePrimärenergiebedarfTransmissionswärmeverlustMehrkostenFörderung 2026
Effizienzhaus 4040 %55 %ca. 8 – 12 % über GEG-Neubauoberste KfW-Förderstufe (297/298, 300)
Effizienzhaus 5555 %70 %ca. 3 – 6 % über GEG-Neubaudeckt sich faktisch mit dem GEG-Neubaustandard
Effizienzhaus 7070 %85 %ca. 1 – 3 % über GEG-Neubauim Neubau kaum noch von Bedeutung
Effizienzhaus 8585 %100 %nur im Bestand gebräuchlichSanierungsstufe für Bestandsgebäude

Stand 2026, ohne Gewähr. Die Prozentwerte beziehen sich auf ein normiertes Referenzgebäude; die Mehrkosten sind Richtwerte und richten sich stark nach Anbieter, Grundriss und Haustechnik.

Was ein Effizienzhaus 40 erfüllen muss

Das Effizienzhaus 40 bildet im Neubau die anspruchsvollste gängige Stufe und zugleich die maßgebliche Grenze für die höchsten Förderungen. Um sie zu erreichen, darf der Jahres-Primärenergiebedarf höchstens 40 Prozent und der Transmissionswärmeverlust höchstens 55 Prozent des Referenzgebäudes betragen. In der Praxis heißt das: eine hochgedämmte, luftdichte Gebäudehülle, dreifach verglaste Fenster, eine kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung sowie eine effiziente Wärmeerzeugung – meist eine Wärmepumpe, häufig kombiniert mit Photovoltaik auf dem Dach.

Das Effizienzhaus 55 deckt sich 2026 faktisch mit dem gesetzlichen Neubaustandard nach dem Gebäudeenergiegesetz (GEG). Deshalb erhält es im Neubau keine gesonderte Förderung mehr. Wer über das Gesetz hinausgehen und Förderung beziehen möchte, muss mindestens EH 40 erreichen. Wie das GEG die energetischen Mindestanforderungen für Fertighäuser regelt, erläutert unser Ratgeber zum GEG für Fertighäuser 2026.

Mehrkosten je Stufe – und was sich damit lohnt

Jede Stufe nach oben kostet Geld. Gegenüber dem gesetzlichen GEG-Standard bewegt sich der Aufpreis für ein EH 40 meist bei etwa 8 bis 12 Prozent der Baukosten. Die erfreuliche Nachricht: Viele Fertighaus-Anbieter liefern den EH-40-Standard 2026 bereits serienmäßig, sodass die tatsächliche Mehrinvestition häufig deutlich kleiner ausfällt. Den Kosten stehen dauerhaft niedrige Energieausgaben und die zinsgünstigen KfW-Förderkredite gegenüber, die den Mehraufwand über die Nutzungsdauer meist mehr als aufwiegen.

Welche Förderungen der Effizienzhaus-Standard bringt

Der eigentliche wirtschaftliche Hebel des Effizienzhauses steckt in der Förderung. Die zinsgünstigen KfW-Kredite „Klimafreundlicher Neubau“ und „Wohneigentum für Familien“ verlangen mindestens ein Effizienzhaus 40, teils zusätzlich das Nachhaltigkeitssiegel QNG. Wer diese Stufe erreicht, sichert sich deutlich vergünstigte Konditionen für sein Bankdarlehen. Einen vollständigen Überblick über sämtliche relevanten Programme gibt unser Ratgeber zu den Förderungen für den Hausbau.

Neben dem finanziellen Vorteil wiegt der langfristige Wert schwer: Ein Effizienzhaus 40 verbraucht wenig Energie, ist gegen steigende Energiepreise gut gewappnet und bleibt am Immobilienmarkt gefragt. Rechtsgrundlage der energetischen Anforderungen ist das Gebäudeenergiegesetz (GEG); die Förderbedingungen legt die KfW fest. Herstellerneutrale Informationen zu energieeffizientem Bauen bieten die Deutsche Energie-Agentur (dena) und das Portal Energiewechsel des Bundeswirtschaftsministeriums.

40 % des Energiebedarfs

Ein EH 40 beansprucht nur 40 % der Primärenergie des Referenzhauses.

55 % beim Wärmeverlust

Höchstzulässiger Transmissionswärmeverlust bei EH 40.

8 – 12 % Mehrkosten

Übliche Mehrkosten von EH 40 gegenüber dem GEG-Standard.

Maximale Förderung

EH 40 eröffnet die stärksten KfW-Förderkredite.

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Oft gestellte Fragen zum Effizienzhaus

Antworten zu Effizienzhaus-Stufen, Anforderungen, Mehrkosten und Förderung – kompakt und auf dem Stand von 2026.

Was bedeutet Effizienzhaus 40?
Die Zahl hinter dem Effizienzhaus zeigt, wie viel Primärenergie das Gebäude im Vergleich zu einem definierten Referenzhaus benötigt. Ein Effizienzhaus 40 verbraucht nur 40 Prozent der Primärenergie dieses Referenzgebäudes und erreicht einen Transmissionswärmeverlust von höchstens 55 Prozent. Je kleiner die Zahl ausfällt, desto energieeffizienter ist das Haus – EH 40 stellt im Neubau die anspruchsvollste gängige Stufe dar.
Welche Anforderungen gelten für ein Effizienzhaus 40?
Ein Effizienzhaus 40 muss zwei zentrale Kennwerte einhalten: Der Jahres-Primärenergiebedarf darf höchstens 40 Prozent des Referenzgebäudes betragen, der Transmissionswärmeverlust über die Gebäudehülle höchstens 55 Prozent. Möglich wird das durch eine sehr gut gedämmte, luftdichte Hülle, dreifach verglaste Fenster, eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung sowie eine effiziente Wärmeerzeugung wie eine Wärmepumpe, häufig ergänzt um Photovoltaik.
Was ist der Unterschied zwischen Effizienzhaus 40 und 55?
Der Unterschied betrifft den zulässigen Energiebedarf: Ein EH 40 darf nur 40 Prozent, ein EH 55 dagegen 55 Prozent der Primärenergie des Referenzgebäudes verbrauchen. EH 55 deckt sich 2026 faktisch mit dem gesetzlichen Neubaustandard nach GEG, während EH 40 als freiwillig anspruchsvollere Stufe die höchsten KfW-Förderungen freischaltet. Der Schritt von 55 auf 40 verlangt eine stärkere Dämmung und meist zusätzliche Technik.
Ist ein KfW-Effizienzhaus 40 förderfähig?
Ja. Das Effizienzhaus 40 bildet im Neubau die maßgebliche Förderstufe der KfW. Die Programme „Klimafreundlicher Neubau“ (297/298) und „Wohneigentum für Familien“ (300) verlangen mindestens EH-40-Niveau, teils zusätzlich das Nachhaltigkeitssiegel QNG. Die niedrigeren Stufen 55 und 70 erhalten im Neubau keine Förderung mehr, da sie dem gesetzlichen Standard entsprechen oder darunter bleiben.
Wie hoch sind die Mehrkosten für ein Effizienzhaus 40?
Gegenüber einem Haus, das nur den gesetzlichen GEG-Neubaustandard erfüllt, bewegen sich die Mehrkosten für EH 40 üblicherweise bei etwa 8 bis 12 Prozent der Baukosten. Bei vielen Fertighaus-Anbietern gehört der EH-40-Standard 2026 jedoch bereits zur Serienausstattung, sodass die tatsächliche Differenz oft kleiner ausfällt. Den Mehrkosten stehen die höchsten Förderkredite und dauerhaft niedrige Energiekosten gegenüber.
Lohnt sich ein Effizienzhaus 40 gegenüber 55?
Rechnerisch trägt sich EH 40 vor allem dank der Förderung: Die zinsgünstigen KfW-Kredite und die niedrigeren Energiekosten machen die Mehrinvestition über die Nutzungsdauer meist mehr als wett. Wer die Förderprogramme nicht nutzen kann oder möchte, für den kann EH 55 als gesetzlicher Standard die wirtschaftlichere Wahl darstellen. Eine individuelle Berechnung mit Ihrem Energieeffizienz-Experten bringt Klarheit.
Was sind Primärenergiebedarf und Transmissionswärmeverlust?
Der Primärenergiebedarf erfasst die gesamte Energie, die für Heizung, Warmwasser, Lüftung und Kühlung erforderlich ist – einschließlich der Verluste bei Erzeugung und Transport der Energieträger. Der Transmissionswärmeverlust gibt an, wie viel Wärme über die Gebäudehülle (Wände, Dach, Fenster, Bodenplatte) nach außen entweicht. Beide Kennwerte beziehen sich auf ein normiertes Referenzgebäude und bilden die Grundlage jeder Effizienzhaus-Einstufung.

Stand 2026, ohne Gewähr. Anforderungen und Förderbedingungen können sich ändern. Verbindliche Grundlage bilden das Gebäudeenergiegesetz und die jeweils aktuellen KfW-Konditionen. fertighaus-finder.de ist ein unabhängiges Vergleichsportal und ersetzt keine Energie- oder Finanzberatung.

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