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Ratgeber Auslandsimmobilien 2026

Immobilie im Ausland kaufen: der Ratgeber für deutsche Käufer

Von Spanien bis Kroatien: Wer eine Immobilie im Ausland kaufen möchte, sollte Finanzierung, Nebenkosten, Steuern und rechtliche Fallstricke kennen. Dieser Ratgeber begleitet Sie strukturiert durch alle Schritte – und macht am Ende deutlich, wann sich ein rechtssicherer Neubau in der DACH-Region stärker lohnt.

Auslandsimmobilien kaufen – das Wesentliche kompakt

Fünf gefragte Zielländer

Spanien, Portugal, Italien, Kroatien und Österreich stehen bei deutschen Käufern hoch im Kurs.

30–50 % Eigenmittel nötig

Lokale Banken fordern von Ausländern deutlich mehr Eigenkapital, als hierzulande üblich ist.

+10–15 % Kaufnebenkosten

Kaufnebenkosten fallen im Ausland oft höher aus als in Deutschland – rechtzeitig einplanen.

Eigener Anwalt unverzichtbar

Unabhängige, ortskundige Rechtsberatung bewahrt Sie vor unklaren Eigentumsverhältnissen.

Gefragte Länder für Auslandsimmobilien im Überblick

LandKaufnebenkostenFokus & Besonderheit
Spanien10–13 %Mallorca, Costa Blanca & del Sol – starke Ferienvermietung
Portugal7–10 %Algarve & Lissabon – mildes Klima, steigende Nachfrage
Italien9–16 %Gardasee, Toskana, Südtirol – je nach Käuferstatus stark schwankend
Kroatienca. 6–8 %Istrien & Dalmatien – Küstenregion im EU-Rechtsrahmen
Österreichca. 10 %Alpenraum – rechtssicher, teils mit Zweitwohnsitzbeschränkungen

Richtwerte 2026, je nach Region und Käuferstatus abweichend. Ohne Gewähr – verbindliche Auskünfte gibt die örtliche Rechts- und Steuerberatung.

Aus Deutschland finanzieren: drei gangbare Wege

Der wohl anspruchsvollste Teil beim Kauf einer Auslandsimmobilie ist die Finanzierung. Deutsche Banken vergeben Kredite für Immobilien im Ausland nur selten direkt, da sie im Zielland keine belastbare Sicherheit eintragen können. In der Praxis haben sich drei Wege durchgesetzt. Erstens die Finanzierung über eine Bank im Zielland: Sie kennt den Markt, fordert von Ausländern jedoch häufig 30 bis 50 Prozent Eigenkapital und höhere Zinsen. Zweitens eine international tätige Bank, die grenzüberschreitend arbeitet. Und drittens – der in Deutschland gängigste Weg – ein Kredit über deutsches Eigenkapital, besichert durch eine vorhandene Immobilie in Deutschland. So sichern Sie sich deutsche Konditionen und einen reinen Euro-Kredit ohne Wechselkursrisiko.

Behalten Sie außerhalb der Eurozone – etwa in der Schweiz, in Großbritannien oder in Skandinavien – stets das Währungsrisiko im Blick: Ein ungünstiger Wechselkurs kann Ihre Kalkulation über die Laufzeit merklich verschieben. Klären Sie außerdem, ob im Zielland Sondersteuern oder Beschränkungen für ausländische Käufer bestehen.

Neben- und Folgekosten realistisch einplanen

Die Kaufnebenkosten liegen im Ausland oft höher als in Deutschland. In Spanien addieren sich Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch und Anwalt auf etwa 10 bis 13 Prozent, in Italien je nach Käuferstatus auf 9 bis 16 Prozent, in Portugal auf rund 7 bis 10 Prozent des Kaufpreises. Kalkulieren Sie daher pauschal 10 bis 15 Prozent Puffer über den reinen Kaufpreis hinaus. Dazu kommen laufende Kosten: örtliche Grundsteuer, Gebäude- und Haftpflichtversicherung, Verwaltung, Instandhaltung und – bei einer Ferienvermietung – Reinigung und Objektbetreuung.

Steuerfragen: Doppelbesteuerungsabkommen und Progressionsvorbehalt

Miet- und Verkaufserträge einer Auslandsimmobilie unterliegen grundsätzlich der Besteuerung im Land der Immobilie. Deutschland bezieht diese Einkünfte über die Doppelbesteuerungsabkommen ein – bei vielen Ländern über den sogenannten Progressionsvorbehalt. Das heißt: Die Auslandseinkünfte bleiben in Deutschland oft steuerfrei, heben aber Ihren persönlichen Steuersatz auf das übrige Einkommen an. Wie genau Ihre Konstellation behandelt wird, richtet sich nach dem jeweiligen Abkommen. Einen Überblick zu geltenden Abkommen veröffentlicht das Bundesministerium der Finanzen. Beauftragen Sie in jedem Fall eine auf internationales Steuerrecht spezialisierte Beratung.

Risiken früh erkennen und absichern

Fremde Rechtssysteme, Sprachbarrieren und undurchsichtige Eigentumsverhältnisse zählen zu den größten Gefahren beim Immobilienkauf im Ausland. Immer wieder treten Schwarzbauten ohne gültige Baugenehmigung oder Grundstücke mit ungeklärten Lasten zutage. Beauftragen Sie deshalb konsequent einen unabhängigen, ortskundigen Anwalt – niemals den des Verkäufers –, lassen Sie das Grundbuch und sämtliche Genehmigungen prüfen und unterzeichnen Sie keinen Vorvertrag ohne rechtliche Freigabe. Das Auswärtige Amt stellt zu vielen Ländern außerdem Länderinformationenbereit, die einen ersten Überblick zu den rechtlichen Rahmenbedingungen bieten.

Alternative: rechtssicher im DACH-Raum bauen

Wer die Sonne im Süden sucht, träumt oft von der Auslandsimmobilie – und unterschätzt dabei die rechtlichen, steuerlichen und sprachlichen Hürden. Für viele Anleger stellt ein Neubau in Deutschland, Österreich oder der Schweiz die risikoärmere Wahl dar: rechtssicher, gut finanzierbar, exakt planbar und ohne Wechselkursrisiko. Ein winterfestes Ferienhaus als Kapitalanlage in einer deutschen Küsten- oder Alpenregion verspricht stabile Nachfrage bei kalkulierbarem Aufwand. Wer die volle Kontrolle über Grundriss und Energiestandard schätzt, findet mit einem Holzhaus oder einem klassischen Fertighaus eine attraktive Alternative zur Auslandsimmobilie.

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Oft gestellte Fragen zum Immobilienkauf im Ausland

Antworten zu Länderwahl, Finanzierung aus Deutschland, Nebenkosten, Steuern und Risiken beim Immobilienkauf im Ausland 2026.

In welchen Ländern kaufen Deutsche 2026 am häufigsten Immobilien?
Zu den gefragtesten Zielländern deutscher Käufer zählen seit Jahren Spanien (vor allem Mallorca, Costa Blanca, Costa del Sol), Italien, Österreich, Kroatien und immer mehr Portugal. Es folgen Frankreich, Griechenland und die Schweiz. Ausschlaggebend sind Klima, Erreichbarkeit per Direktflug oder Auto, ein funktionierender Rechtsrahmen sowie eine solide Nachfrage bei einer späteren Vermietung oder einem Wiederverkauf.
Wie finanziere ich eine Auslandsimmobilie von Deutschland aus?
Drei Wege bieten sich an: eine Bank im Zielland, eine international tätige Bank oder ein Kredit über deutsches Eigenkapital, oft besichert durch eine bestehende Immobilie in Deutschland. Deutsche Banken finanzieren Auslandsimmobilien nur selten direkt, da sie im Ausland keine Sicherheit eintragen können. Lokale Banken fordern von Ausländern häufig 30 bis 50 Prozent Eigenkapital und höhere Zinsen. Berücksichtigen Sie zusätzlich Wechselkursrisiken, sobald außerhalb der Eurozone finanziert wird.
Welche Nebenkosten fallen beim Kauf einer Auslandsimmobilie an?
Die Kaufnebenkosten fallen im Ausland oft deutlich höher aus als in Deutschland. In Spanien addieren sich Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch und Anwalt auf etwa 10 bis 13 Prozent des Kaufpreises, in Italien je nach Konstellation auf 9 bis 16 Prozent, in Portugal auf rund 7 bis 10 Prozent. Kalkulieren Sie deshalb pauschal 10 bis 15 Prozent zusätzlich zum Kaufpreis – hinzu kommen laufende Kosten wie Grundsteuer, Verwaltung und Instandhaltung.
Muss ich eine Auslandsimmobilie in Deutschland versteuern?
Miet- und Verkaufserträge unterliegen grundsätzlich der Besteuerung im Land der Immobilie. Deutschland bezieht diese Einkünfte über die Doppelbesteuerungsabkommen meist per Progressionsvorbehalt ein – die Einkünfte selbst bleiben in Deutschland oft steuerfrei, heben aber Ihren persönlichen Steuersatz auf das übrige Einkommen an. Wie genau die Behandlung ausfällt, richtet sich nach dem jeweiligen Abkommen. Ziehen Sie unbedingt einen auf internationales Steuerrecht spezialisierten Berater hinzu.
Welche Risiken hat der Kauf einer Immobilie im Ausland?
Zu den typischen Risiken gehören unklare Eigentums- und Grundbuchverhältnisse, Schwarzbauten ohne gültige Baugenehmigung, fremde Rechtssysteme, Sprachbarrieren, Wechselkursschwankungen außerhalb der Eurozone sowie eine schwer abschätzbare Marktentwicklung. Beauftragen Sie deshalb stets einen unabhängigen, ortskundigen Anwalt (nicht den des Verkäufers), lassen Sie das Grundbuch prüfen und unterzeichnen Sie keinen Vorvertrag ohne rechtliche Prüfung.
Ist eine Auslandsimmobilie oder ein Neubau in der DACH-Region sinnvoller?
Das richtet sich nach Ihren Zielen. Eine Auslandsimmobilie verspricht Sonne und potenziell hohe Ferienvermietungsnachfrage, geht aber mit rechtlichen, steuerlichen und sprachlichen Hürden einher. Ein Neubau in Deutschland, Österreich oder der Schweiz ist rechtssicher, gut finanzierbar und exakt planbar. Für viele Anleger stellt ein winterfestes Ferienhaus in der DACH-Region die risikoärmere Alternative mit stabiler Nachfrage dar.
Kann ich eine Auslandsimmobilie über einen Kredit aus Deutschland besichern?
Ja, das ist in der Praxis der gängigste Weg. Wer bereits eine schuldenfreie oder teilweise abbezahlte Immobilie in Deutschland besitzt, kann darauf eine Grundschuld eintragen lassen und mit dem Kapital die Auslandsimmobilie finanzieren. Der Pluspunkt: deutsche Konditionen, Euro-Kredit ohne Wechselkursrisiko und keine Abhängigkeit von einer ausländischen Bank. Der Nachteil besteht darin, dass Sie Ihre deutsche Immobilie als Sicherheit einbringen.
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